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Weltweit schwinden Lebensräume für Tiere und Pflanzen und die Liste gefährdeter Arten wird von Jahr zu Jahr länger. Am 22.05.20, den Tag der biologischen Vielfalt, möchten wir besonders auf die rückläufige Biodiversität aufmerksam machen! Die Bedrohung der weltweiten Tier- und Pflanzenwelt ist vielfältig und durch den Menschen - als größten Feind der biologischen Vielfalt - verursacht.

Immer weiter fortschreitende Landwirtschaft, Wilderei, Überfischung oder auch Umweltverschmutzung und die zunehmende Erderwärmung sind nur einige der Gründe für die Gefährdung der Artenvielfalt. Ob die Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen, Abholzung der Wälder oder die Ausdehnung der Städte: der Mensch vereinnahmt durch seinen Ressourcenwahn immer mehr Flächen, weshalb Tiere und Pflanzen weichen müssen. Die Folgen sind fatal und viele Tier- und Pflanzenarten sind hierdurch immer seltener geworden. Auch in NRW ist die Zahl gefährdeter Arten gestiegen, einige gelten sogar bereits als ausgestorben. So zählen bei uns mitunter der Feldhamster, Feldhase oder auch viele Fledermausarten zu den bedrohten Tierarten.

Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes helfen dabei, die Lebensbedingungen seltener Arten zu verbessern. Die Rote Liste ist hierbei ein wichtiges Instrument für den Naturschutz: gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten werden in der sogenannten „Roten Liste“ aufgeführt. Doch „die eine Liste“ gibt es nicht: jedes Bundesland in Deutschland veröffentlicht eine eigene Rote Liste für die dort Arten. Das Bundesamt für Naturschutz erstellt eine Rote Liste für gesamt Deutschland. Für eine globale Sicht, wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) eine internationale Liste herausgegeben.

Der Erhalt der Biodiversität geht uns jedoch alle etwas an, denn unser Verhalten hat Einfluss auf den Erhalt aller Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. Jede einzelne Person kann aktiv werden, denn Artenschutz beginnt im Alltag! Wir möchten euch hier ein paar Tipps geben, wie ihr euch mit nur kleinen Entscheidungen im täglichen Leben für den Natur- und Umweltschutz einsetzen könnt:

  • Kauft saisonale und regionale Lebensmittel, um die landwirtschaftliche Artenvielfalt in eurer Region zu fördern. Lange Transportwege sind zudem ein starker Klima- und somit auch Artenkiller! Entsprechende Saisonkalender für Obst- und Gemüsesorten findet ihr im Internet
  • Achtet beim Kauf von Produkten auf entsprechende Nachhaltigkeitssiegel. Hierfür könnt ihr auf die APP „NABU-Siegel-Check“ verwenden und erhalten so alle Informationen auf einen Blick
  • Klimaschutz ist Artenschutz: Vermeidet daher Fahrten mit dem Auto und steigt lieber auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder gar auf das Fahrrad um
  • Ob bereits im eigenen Haushalt oder noch bei den Eltern daheim: Wechselt zu einem Ökostrom-Anbieter. Tipps für die richtige Wahl stellt euch der NABU online auf der Homepage zur Verfügung
  • Habt ihr schon mal selber Putzmittel hergestellt? Um Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schützen, lassen sich bereits aus wenigen Mitteln effektive Reiniger mixen.
  • Vielen ist es gar nicht bewusst, doch in den meisten Sorten Blumenerde befindet sich Torf – der Stoff, aus dem unsere Moore bestehen. Durch den verstärkten Abbau von Torf werden wertvolle Moore zerstört und unwissentlich fördern viele Menschen durch den Kauf von Blumenerde die Zerstörung von Moorlandschaften und so den Rückgang der Biodiversität. Beim Gärtnern sollte unbedingt auf torffreie Erde zurückgegriffen werden! Der NABU hat daher bereits einer bundesweiten Torffrei-gärtnern-Aktion aufgerufen
  • Es gibt noch unzählige weitere Tipps für den Erhalt der Artenvielfalt im täglichen Leben. Teilt uns daher mit, wie ihr euch für Natur- und Umweltschutz einsetzt – worauf achtet ihr im Alltag?