NAJU NRW freut sich mit den jungen Frühlingsforscher*innen aus Dinslaken in Nordrhein-Westfalen

In diesem Jahr stand der bundesweite Umweltwettbewerb „Erlebter Frühling“ der NAJU (Naturschutzjugend im NABU) ganz im Zeichen der Frühlingsboten Tagpfauenauge, Wildbiene, Grasfrosch und Brennnessel auf Feldern, Wiesen und Weiden. "Raus aus dem Haus, rein in die Natur ist das Motto des ‚Erlebten Frühlings". So erfahren die kleinen Frühlingsforscher*innen mit allen Sinnen die Natur und lernen diese zu schätzen und zu schützen“, so Sandra Jedamski, Öffentlichkeitsreferentin der NAJU NRW.

Erlebter Frühling c NAJU Franz Fender

Foto: Franz Fender

Vom 21.-23.06.2013 hat sich die Naturschutzjugend Nordrhein-Westfalen, mit freundlicher Unterstützung des Veranstalters FKP Scorpio, die nachhaltige Verschönerung des Hurricane Festival(geländes) zur Aufgabe gemacht.

Zusammen mit den Besuchern des alternativen Musikfestivals im niedersächsischen Scheeßel pflanzten die freiwilligen Helfer aus der Landesgeschäftsstelle in NRW, der Bundesgeschäftsstelle in Berlin und dem Vorstand aus Niedersachsen Ringel-, Korn-, Mittags- und Schokoblumen sowie Lavendel. Für eine Spende konnten die Besucher eine Pflanze erstehen und diese selbst oder mit der Unterstützung der Helfer einpflanzen. Viele Besucher entpuppten sich jedoch als wahre Blumenfans, die sich die Pflanzen für den heimischen Balkon mitnahmen oder sogar direkt vor ihrem Zelt als Garten anpflanzten.

Die häufigste Frage war ohne jeden Zweifel „Was macht ihr denn da, Blumen pflanzen?“. In den meisten Fällen war diese Frage mit einem freudigen Lächeln verbunden und die jungen Leute interessierten sich stark für unsere etwas andere Aktion. Mit viel Elan erklärten wir gern, dass unsere Pflanzen einheimisch und mehrjährig sind sodass sie sich definitiv vermehren werden. Die Vorstellung im nächsten Jahr ein buntes und naturbelassenes Festivalgelände vor zu finden empfanden viele unserer Unterstützer als zeitgemäße Umsetzung des praktischen Naturschutzes.

So gut wie diese Aktion bei den Feierwütigen ankam, so musste es auch andere Reaktionen geben. Von Verwunderung bis zur konstruktiven Kritik nahmen wir jede Anregung auf und sprachen bei Bedarf längere Zeit intensiv mit den Besuchern. Oft kam die Frage auf, ob unsere Blumen das unstete Wetter und den damit verbundenen Schlamm überstehen würden. Ebenfalls das destruktive „Platttrampeln“ war Vielen ein Dorn im Auge. Wer sich also nicht mit dem „Risiko“ zurechtfand eine Blume zu pflanzen, die unter Umständen plattgetrampelt, aber auch zurückkehren wird, der konnte sich anders einbringen. Wir haben nämlich auf plakative Art und Weise flippige Fotomodels gesucht.

Wer suchet, der findet – nach kurzer Zeit an unserem Stand wurden die Leute auf unsere Plakate aufmerksam. Sprüche wie „Ich bin Samenspender“ und „Ich bin gut zu Vögeln“ kommen bei der aktuellen Festivalgeneration hervorragend an. Etwa 200 Models fanden sich innerhalb der drei Festivaltage an unserem Stand ein und ließen sich professionell ablichten. Die Fotos stehen zum kostenlosen Download auf unserer Facebook-Seite https://www.facebook.com/naju.nrw

Wir freuen uns sehr darüber, dass mehr als 150 Blumen an die Besucher gekommen sind und wir nachhaltig etwas mit Euch bewegen konnten. Hoffentlich bis nächstes Jahr auf einem bunten Festivalgelände!

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Text und Fotos: T. Reuter

Am 14. Juni hat die NAJU NRW einen neuen Vorstand gewählt und ist jetzt mit neuen und alten Gesichtern wieder aufgestellt.

Unser neuer Vorstandsvorsitzender ist Florian Müller, der auch vorher schon als Beisitzer tätig war. Landesjugendsprecher bleibt weiterhin David Pannock und neu dazu gewählt wurde Fabian Karwinkel. Christian Volk übernimmt das Amt des Kassenwartes.

Als Beisitzer sind neu dazugekommen Thiemo Karwinkel und Marvin Fehn aus Hamm, sowie Lelaina Teichert. Julia Overwaul und Sabine Hering aus Ahlen bleiben uns auch weiterhin als Beisitzer erhalten.

Der Vorstand freut sich auf eine spannende Zeit und auf die Zusammenarbeit mit euch!

 

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei den Schülern und Schülerinnen der 6b der Rudolph-Steiner Schule in Dortmund, die bei dem von ihnen organisierten Sponorenlauf auf ihrem Sommerfest eine beträchtliche Summe für die NAJU NRW erlaufen haben. 

Als Dankeschön wird das JUM, das Jugendumweltmobil der NAJU NRW, sie an einem Tag besuchen und mit der Klasse 6b ein tolles Naturprogramm durchführen.

Raus aus dem Haus! Rein in die Natur!

So lautet das Motto des bundesweiten Kinderwettbewerbs "Erlebter Frühling".  Die NAJU lädt auch in diesem Jahr alle Kinder bis zwölf Jahre ein, nach Pflanzen und Tieren zu suchen, die sich im Frühling als erste wieder zeigen. 

In diesem Jahr schickt die NAJU kleine Naturforscher*innen auf Felder, Wiesen und Weiden - in die Lebensräume, in denen sich die Feldlerche wohl fühlt. Der kleine, unauffällige Vogel ist nämlich zum Vogel des Jahres 2019 gewählt worden! Neben der Feldlerche könnt ihr verschiedene weitere Frühlingsboten erforschen und beim Wettbewerb zum "Erlebten Frühling mitmachen. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Forschergeist der Kinder zu wecken. Am Beispiel der Frühlingsboten entdecken sie die biologische Vielfalt vor der eigenen Haustür.

Auch, wenn das Wetter uns momentan noch wechselhaft und trügerisch erscheint, so lässt der Frühling, so wie wir ihn kennen und lieben, nicht mehr lang auf sich warten.

Unser JugendUmweltMobil und seine Leiterin Carola De Marco sind bereits aus dem Winterschlaf erwacht und freuen sich schon darauf mit Euch die Frühlingsboten zu sichten und die Natur zu entdecken.

 

NAJU NRW freut sich mit den Siegern aus Nordrhein-Westfalen

In diesem Jahr stand der bundesweite Umweltwettbewerb „Erlebter Frühling“ der NAJU (Naturschutzjugend im NABU) ganz im Zeichen der Frühlingsboten Honigbiene, Apfelbaum, Zwergfledermaus und Star, der vom NABU zum Vogel des Jahres 2018 gewählt wurde. „Raus aus dem Haus, rein in die Natur ist das Motto des ‚Erlebten Frühlings‘. So erfahren die kleinen Frühlingsforscher*innen mit allen Sinnen die Natur und lernen diese zu schätzen und zu schützen“, so Sandra Jedamski, Öffentlichkeitsreferentin der NAJU NRW.

Rund 1.200 Kinder sind dem Aufruf der NAJU gefolgt und haben die diesjährigen Frühlingsboten genau unter die Lupe genommen. André Gatzke, der Schirmherr des „Erlebten Frühlings“ betonte: „Mich hat die Kreativität und Vielfältigkeit der Einsendungen beeindruckt. Viele Kinder haben in diesem Jahr die Frühlingsboten Biene und Apfelbaum erforscht und sich so mit dem wichtigen Thema Insektenschutz auseinandergesetzt.“

So haben sich auch die Gewinner*innen der Grundschule aus Brenken in Büren mit dem großen Thema beschäftigt, „Was wir alles nicht mehr hätten, wenn es keine Bienen mehr gäbe“ beschäftigt und ein großes Lapbook erstellt. Die Schüler*innen gestalteten einen umfangreichen Projektordner zum Thema Biene, bastelten Seedbombs und verteilten sie in der Öffentlichkeit.

Die beiden Gewinner*innen aus Bergisch Gladbach gestalteten ein Plakat und nahmen ein Hörspiel zum Thema auf. Sie beschäftigten sich mit dem Aufbau der Bienen und erstellten ein Modell eines Bienenflügels.

Die Gewinner aus NRW setzten sich in den Kategorien Einzelsendungen  und Schule unter insgesamt 81 Einsendungen durch und erhalten tolle Buch- und Sachpreise von dem NAJU-Frühlingspaten BELTZ & Gelberg.

1. Platz Grundschule Bren Erl. Frhling 2018 Klein

Foto: NAJU BV

Coesfeld

 Foto: Tamara Reuter

Am 18. November war es endlich soweit – wir haben die glücklichen Gewinner des ersten NAJU Gruppenwettbewerbs gekürt. Gemeinsam beworben und gewonnen haben die NAJU- Kindergruppe und die NAJU- Familiengruppe Coesfeld.

Der Tag der Preisverleihung war zeitlich gut gefüllt und gab auch Außenstehenden die Möglichkeit sich in das Projekt rein zu versetzen. Der Nachmittag begann mit einem kleinen Fußmarsch, bei dem wir die verschiedenen Projekte der Gewinnergruppen kennen lernen durften.

Nach dem die Kinder der NAJU- Gruppe den Wunsch geäußert haben sich auch in den aktiven Naturschutz einzubringen, entstanden 2010 die ersten Kontakte zum Heimatverein. Dieser ist seit 2004 für die Pflege des Naturschutzgebietes „Letter Wacholderheide“ verantwortlich. Fachlich betreut wird dieses Projekt von dem Naturschutzzentrum Coesfeld. Beim ersten gemeinsamen Arbeitseinsatz wurde ein Teil des Heidegebiets entmoost. In den darauf folgenden Jahren wurde den NAJU Gruppen eine eigene Aufgabe in diesem Gebiet zugeteilt. Dies, aktuell fertig gestellte Projekt, ist eine Heckenpflanzung. Am Samstag den 17. November wurde die Pflanzung erfolgreich beendet. Seit den ersten gemeinsamen Einsätzen sind der Heimatverein und das Naturschutzzentrum Coesfeld immer wieder an die NAJU Gruppen heran getreten, um verschiedene Projekte im Rahmen des Naturschutzes durchzuführen. Dank dieser Verbindung weiß man im Kreis Coesfeld wofür die vier Buchstaben der NAJU stehen und was in gemeinschaftlicher Arbeit mit viel Spaß geleistet werden kann.

Von der Heide ging es dann zum Wassertretbecken und dem Barfußpfad. Antje Kleinschneider hat uns das Projekt von den Anfängen bis zur feierlichen Einweihung vorgestellt. Beginnend mit einer Besichtigung des damals noch inaktiven Tretbeckens und der Planung zur Neugestaltung ging es bald an die Arbeitseinsätze. Mit Schubkarren, Spaten und Arbeitshandschuhen bewaffnet haben die Kinder- und die Familiengruppe Coesfeld, gemeinsam mit dem Heimatverein Lette, in nur 9 Stunden rund um das Becken einen Barfußpfad befüllt, eine große Kräuterspirale und Blumenbeete angelegt.

Nach der kleinen Wanderung ging es dann zum Heimathaus, in dem wir uns alle gesellig zusammensetzten und uns vor der großen Preisverleihung mit Tee und Kuchen aufwärmten. Rebecca Weinz und David Pannock aus dem Vorstand der NAJU NRW haben jeweils einem Vertreter der Kinder- und Familiengruppe eine Siegesurkunde überreicht.

Am Ende dieses ereignisreichen Tages waren alle Mitglieder der Gruppen, inklusive Antje Kleinschneider und den Vertretern der NAJU NRW, glücklich und voller neuer Eindrücke – ein absolut gelungener Sonntag

 

Die Gewinnerin im Interview

 

Jetzt ist es offiziell, Antje Kleinschneider und die beiden NAJU Gruppen aus Coesfeld haben den ersten Gruppenwettbewerb nicht nur erfolgreich gemeistert, sondern wurden auch feierlich ausgezeichnet. Zu diesem aufregenden Tag wurde Antje von Tamara aus der Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf befragt.

 

Tamara: Wie fühlst Du dich als frisch gebackene Gewinnerin des Gruppenwettbewerbs?

Antje: Ich bin stinkestolz auf uns alle... Ich finde die Leute in unseren beiden Gruppen so nett und ich bin so gerne mit ihnen zusammen, dass ich es richtig klasse finde, jetzt für unseren gemeinsamen Einsatz für den Naturschutz diesen Preis gewonnen zu haben!

 

Tamara: Woran hatten die Kinder oder auch Familien bei der Durchführung des Projekts besonderen Spaß?

Antje: Erst einmal freuen sich alle darauf sich wieder zu treffen. Zu den Arbeitseinsätzen sind ja auch immer die Eltern und Geschwister der Kindergruppe eingeladen, so dass sich diese, die Mitglieder der Kindergruppe und die der Familiengruppe immer „nur“ bei  Arbeitseinsätzen begegnen. Bei den Arbeitseinsätzen mit dem Heimatverein kommen auch noch andere nette Menschen hinzu, die man wiederum nur dort trifft.

Toll ist es einfach auch zusammen zu arbeiten. Jeder hilft jedem. Wir lernen uns untereinander auf eine neue Weise kennen und ich finde das Gefühl besonders schön, dass solche Projekte nur entstehen, weil jeder nach seinen Möglichkeiten mit anfasst. Wenn ich am Ende auf das Tagwerk blicke, bin ich immer ganz erstaunt, was wir geschafft haben – gemeinsam. Es stellt sich Freude und etwas Stolz ein und ich glaube das geht vielen in der Gruppe so. Die Kinder hatten, speziell bei diesem Projekt, viel Spaß beim Erlernen der elementaren Grundlagen des „Schaufelhaltens“ und des „Schubkarrebeladens“, sowie des „Schubkarrefahrens“. Sie hatten nicht geahnt, dass auch das eine Kunst ist – Eigentlich hat alles viel Freude gebracht, aber richtig toll war es dann bei der Einweihungsfeier der Anlage zum ersten Mal den Barfusspfad entlang zu gehen.

 

Tamara: Würdet ihr ähnliche Projekte erneut durchführen wollen?

Antje: Ja, sicher. Wir werden sehen welche Ideen uns oder dem Heimatverein noch kommen. Ich denke ohne unsere gemeinsamen Überlegungen, also Heimatverein, Kinder/ Familiengruppe und Gärtnerei Franken würde die Anlage heute ein anderes Gesicht haben. Keine Blumenwiese, keine Brombeer- Himbeerhecke und keine Kräuterbeete auch mit heimischen Heilkräutern. Aber dieses Projekt ist ja noch nicht zu Ende. Wir haben damit ja auch eine Verantwortung übernommen. Die Pflege der Kräuterbeete bleibt unsere Aufgabe als Kindergruppe.

 

Tamara: Womit geht es (2013) bei Euch weiter?

Antje: Die Planungen für das Jahresprogramm laufen in beiden Gruppen auf Hochtouren. Die Kinder möchten auf jeden Fall ihr Projekt „Kein Wald für die Tonne“ weiter führen. Es sind z.B. Ausstellungen in Planung. Auf der Themenliste stehen unter Anderem „Der Wolf“, „Plastikmüll“, die „Stunde der Gartenvögel“, „GEO- Tag der Artenvielfalt“, eine Übernachtungsaktion und und und …

Die Familiengruppe hat Themenvorschläge wie „Biotop Mensch“, Nistkastenbau,„Vogel des Jahres“ oder eine „Eulenexkursion“ gesammelt. Auf jeden Fall stehen wieder verschiedene gemeinsame Arbeitseinsätze auf dem Plan –mit dem NABU, mit dem Naturschutzzentrum Coesfeld und mit dem Heimatverein.

Und vielleicht gelingt es uns ja auch noch mehr Menschen von der Natur vor der eigenen Haustür zu begeistern und weitere Gruppen zu gründen. Im April dieses Jahres hat sich bereits eine neue Familiengruppe in Coesfeld gegründet.

 

Tamara: Vielen Dank für das Interview, Antje! Es war ein sehr schöner Tag in Coesfeld und wir hoffen, dass die NAJU Gruppen in Coesfeld weiterhin so tolle Projekte in Angriff nehmen und natürlich viel Spaß dabei haben!

 

Bericht, Fotos und Interview: Tamara Elaine Reuter

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