Unter diesem Motto demonstrierten am gestrigen Sonntag mehrere Zehntausend Menschen in Köln. Unter ihnen waren zahlreiche NAJU-Aktive, die im Klimablock ihre Forderungen bunt und laut äußerten.  

Die Eröffnung des Klimablocks der Sternmarschdemo übernahmen Lukas und David aus dem Landesvorstand der NAJU in Nordrhein-Westfalen widmeten sich dem Thema Artenvielfalt. Sie stellten dar, dass sich in den letzten Jahrzenten die Zahl der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten drastisch erhöht hat: eine Million Arten sind aktuell vom Aussterben bedroht, in den letzten 30 Jahren ist die Zahl der Insektenbiomasse um etwa 75% und die der Singvögel um ca. 50% gesunken. Hierzu forderten beide einen Politikwechsel, stellten jedoch in erster Linie klar, dass die Europäische Union ein wichtiger Baustein für Lösung des Problems sei. Besonders die Umschichtung der Agrarsubventionen hin zu mehr Naturverträglichkeit, sei besonders wichtig, um das Problem schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Im Hinblick auf die Europawahl forderten sie die Wähler*innen dazu auf Parteien zu wählen, die sich für mehr Naturschutz und ein vielfältiges, friedliches Europa einsetzen.

Beim anschließenden Demonstrationszug zog das breite Bündnis aus Organisationen und Parteien durch den Kölner Osten bis zur Hauptkundgebung an der Deutzer Werft. Kreativ und sehr bunt,  wurde hier in erster Linie für ein vielfältiges, friedliches und solidarisches Europa geworben, dass den Klimawandel endlich konsequent bekämpft. Klargestellt wurde auch, dass dazu am kommenden Sonntag bei der Europawahl die Weichen gestellt werden. Rechte Parteien wollen die Europäische Union zerstören und stellen damit ganz besonders den Frieden in Europa in Frage. Gerade bei dieser Wahl ist es daher wichtig, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme nutzen und wählen gehen!

Allerdings dürfen die Menschen, die von den jetzigen Entscheidungen der Politik am längsten betroffen seien werden, weiterhin leider nicht mitwählen. Gerade Menschen unter 18, sind z. B. vom Klimawandel am stärksten betroffen. Bei den Ergebnissen der U18-Wahl des Landesjugendrings zeigte sich sehr deutlich, dass junge Wähler*innen die Zeichen der Zeit verstanden haben und Parteien wählen würden, die sich für eine konsequente Bekämpfung des Klimawandels einsetzen wollen. Die NAJU NRW fordert daher das Wahlalter zu senken und unterstützt Projekte, wie die U18-Wahl.

Nationalistische und rechte Parteien sind nicht in der Lage Lösungen zu präsentieren, sondern schüren Ängste in der Bevölkerung und hetzen gegen Minderheiten. Den menschengemachten Klimawandel gibt es laut diverser rechter Parteien gar nicht. Daher sind rechte Parteien, nicht nur aus Sicht der Naturschützer*innen, nicht wählbar.
Die NAJU NRW fordert alle Wahlberechtigten auf am kommenden Sonntag lösungsorientierte und progressive Parteien zu wählen, die wirkliche Lösungen auf den Klimawandel und das Artensterben haben. Welche Partei aus Sicht der Jugendumweltschutzverbände das beste Programm zur Europawahl hat, kann hier nachgesehen werden
www.bundjugend-nrw.de/mitmachen/jugendgruppen/muenster/parteiencheck-europawahl/