Wir basteln ein Riechbrett

 

Material:

 

Brett oder starke Pappe (ca. DIN A4), Schachtel und Pappdosen von Waren, Schere, Kleber (ohne Lösungsmittel, auch weil der sonst zu stark riecht), verschiedene duftende Naturdinge (Blüten, Holunderzweig, etc.), evtl. Wasserfarben oder Papierreste

 

Vorbereitung:

 

Die Materialien können die Kinder schon im Vorfeld zuhause sammeln.

 

Durchführung:

 

Die Pappdosen werden auf die Pappe geklebt. Eine witzige Anordnung und ein Bemalen bzw. Bekleben der Schachteln lässt alles besser aussehen. Darauf achten, dass nicht Verpackungen mit zuviel Eigengeruch verwendet werden, da sonst die Düfte der Naturdinge untergehen. Duftdinge in die Schachteln geben und mit geschlossen Augen erriechen.

 

Anmerkung:

 

Ein Spiel, das den Geruchssinn scharfen soll. Variante:

Nur besonders stark riechende Verpackungen (Seife, Kakao usw.) verwenden und riechen, was drin war. Sprecht über Verpackungen. Sind sie immer sinnvoll und notwendig? Was verpacken wir selbst (z.B. Butterbrot für Schule) ? Ist die Verpackung nötig und umweltfreundlich (weniger verpackte Waren kaufen, Butterbrotdose statt Alupapier...)?

Zunächst einmal mag man sich fragen, was Haushalt und Ernährung mit Natur- und Umweltschutz zu tun haben. Die Antwort ist ganz einfach: Gerade für Kinder bieten sich im Bereich des häuslichen Umfeldes und im Bereich der Ernährung Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden im Schutz für die Umwelt. Den Begriff Haushalt haben wir so auch ganz grob verstanden und wir möchten unter Haushalt nicht nur die Küche und das Badezimmer verstehen, sondern alle Dinge, die sich in unseren Häusern abspielen. Die Ernährung steht in engem Zusammenhang mit dem Haushalt. Der Haushalt ist der Ort, wo gegessen, gekocht und über die Art und Weise der Ernährung entschieden wird. Der Themenbereich ,,Haushalt und Ernährung" ist auch ein Bereich, bei dem man über die Gruppe hinaus etwas bewirken kann. Die Eltern und das nähere Umfeld der Kinder sind gefordert, die Ideen und Vorschläge der Gruppenstunden mit umzusetzen. Nun noch einiges zum Inhaltlichen: Unsere Haushalte sind insgesamt gesehen mit die größten Umweltverschmutzer. Das Waschmittel im Keller, das Spülmittel in der Küche und die Chemie im Schuletui sind nur einige Beispiele dafür, was unser Handeln im Haushalt bewirkt. Im Bereich von ,,Umweltschutz im Haushalt" können sicherlich Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände aktiv Hilfe und Informationen geben.

Das Sprichwort ,,man ist, was man isst", verdeutlicht sehr gut, welcher Stellenwert der Ernährung zuzumessen ist. Für die Ernährung geben Bundesbürger allerdings nur noch einen recht geringen Anteil des Lohnes aus. Lebensmittel kommen immer mehr aus industrieller Herstellung, Fertiggerichte liegen im Trend, der Hang zur Snack zwischendurch ist unverkennbar. Über die Folgen solchen Handelns müssen wir uns immer mehr bewusst werden (Verpackungsflut, Zerstörung bäuerlicher Landwirtschaft, Zivilisationskrankheiten...). Die Kinder müssen wir gewinnen für eine bewusstere und gesündere Ernährung. Viele wichtige Anregungen können wir von den Krankenkassen bzw. ,,Gesundheitskassen" bekommen.