Wie Pflanzen uns Menschen helfen können

Material:

Arbeitsblatt, Schreibzeug.

Vorbereitung:

Materialien besorgen, Arbeitsblatt kopieren (folgt)

Durchführung:

Viele der heutigen Kulturpflanzen stammen von Wildpflanzen ab. Wildpflanzen sind wichtig und vielfach nutzbar für den Menschen. Eine bedeutende Rolle haben sie als Heupflanzen. Die auf dem Arbeitsblatt aufgeführten Pflanzen sollen als Arbeitsgrundlage dienen. Die Kinder können altere Mitbürger (Opa, Oma) befragen, welche der abgebildeten Pflanzen für welche medizinische Anwendung brauchbar ist. Eventuell können die Kinder auch in der Apotheke nachfragen, wofür die Pflanzen verwandt werden können. Die Kinder schreiben die Ergebnisse auf ein Blatt. Zusammen mit den Abbildungen von den Pflanzen können die Informationen für weitere Aktionen gebraucht werden (z.B. Heilpflanzenmemory).

 

Anmerkung:

 

In den fünf neueren Bundesländern wurde noch lange ein Sammeln von Wildkräutern recht gut bezahlt. Von daher ist hier die Tradition des Wildkräutersammelns noch recht lebendig. Das Sammeln von Wildkräutern sollte nur nach entsprechenden Anweisungen und mit geeigneter Literatur vorgenommen werden. Ein auch für Kinder recht geeignetes Buch ist ,,Was blüht denn da?", Aichele,D., Franckh­Kosmos.

Haarwuchs- und Kräftigungsmittel aus Brennnesselwurzeln

 

Material:

 

Brennnesselwurzeln, 38-40 %iger Branntwein, Flasche mit weitem Hals und Verschluss.

 

Vorbereitung:

 

Die Materialien besorgen. Sprecht über die Problematik von Kosmetika, die an Tieren getestet werden. Was ist an Kosmetika, die wir selber herstellen. besser?

 

Durchführung: Wascht die gesammelten Wurzelstücke der Brennnessel gründlich ab und schneidet sie klein. Füllt diese in eine passende Flasche und übergießt sie mit dem Branntwein, gut verschließen. An einem warmen Platz 14 Tage stehen lassen. Die nun fertige Brennnesselwurzeltinktur wird in die Kopfhaut einmassiert.

 

Anmerkung:

 

Diskutiert über die Vertretbarkeit von Tierversuchen zur Herstellung von Kosmetika. Wie wird von der Industrie argumentiert, was sagen Tierschutzverbände? Informiert Euch über Firmen, die auf den Einsatz von Tierversuchen verzichten!

Rezepte

Anmerkung:

Für die meisten Kinder ist es heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass man viele Wildpflanzen essen kann. Es ist daher sehr lohnenswert, mal in einer Gruppenstunde Tee, Marmelade usw. herzustellen. Wichtig ist, dass die Kinder erfahren dass nicht alle Pflanzen essbar sind, sie also im Zweifelsfall immer eine(n) ,,Fachmann/-frau" fragen, damit sie keine giftigen Pflanzen essen und dass die Pflanzen oder Früchte nicht an befahrenen Straßen oder gespritzten Feldrändern gesammelt werden.

Holunderblütensaft

Zutaten: 10 Holunderblütendolden, 5 1 Wasser, 300 g Zucker, 0,11 Essig, 1 unbehandelte Zitrone, eine handvoll Zitronenmelissenblätter, einige Erdbeeren.

Zubereitung: Die Holunderblütendolden gründlich nach Insekten untersuchen. Das Wasser in ein großes Gefäß gießen, den Zucker in das Wasser geben und unter Rühren auflösen. Den Essig und die Blüten dazugeben. Die Zitrone in dünne Scheiben schneiden und hineinlegen. Die ,,Bowle" etwa 20 Stunden an einem warmen Ort ziehen lassen. Dann die gewaschenen Zitronenmelissenblätter dazugeben und wenn möglich noch ca. 34 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach wird das Getränk abgeseiht und kalt serviert. In jedes Glas eine Erdbeere geben - fertig ist die alkoholfreie Kinderbowle.

Ebereschenmarmelade

Zutaten: 150 g Ebereschen (Beeren nur gekocht essbar!), 500 g Hagebutten, 200 g Äpfel, 200 g Birnen, Gelierzucker, Zimt, Anis.

Zubereitung: Die Ebereschen werden gewaschen und abgestreift, die Hagebutten nach dem Waschen geputzt. Die Früchte werden mit der entsprechenden Menge Gelierzucker angesetzt, unter Rühren aufgekocht und durch ein feines Sieb gestrichen. Die Kerne und Schalen kann man kompostieren. Äpfel und Birnen werden geschalt und vom Fruchtgehäuse befreit. Die Früchte werden in kleine Würfel geschnitten, mit der Hagebutten-Ebereschen-Mischung, Zimt, Anis und noch einmal der entsprechenden Menge Gelierzucker aufgekocht und abgefüllt.

Wildfruchtsuppe

Zutaten: 11 Wasser, 600 g Früchte (frisch, je nach Jahreszeit), Honig nach Bedarf Zitrone (falls die Beeren nicht so kräftig schmecken), 2 EL Starke.

Zubereitung: Die Früchte werden (wenn nötig) zerkleinert, aufgekocht, gesüßt und eventuell mit Zitronensaft abgeschmeckt. Bei einigen Fruchtsorten, nämlich solchen mit harten Schalen oder Kernen, ist es besser sie danach durch ein Sieb oder ein dafür vorgesehenes Leinentuch zu pressen. Die Stärke in etwas kaltem Wasser anrühren zum Dicken einrühren und nochmals kurz aufkochen. Die Suppe kann heiß oder kalt gegessen werden. Man kann so gut wie alle eßbaren Wildfrüchte verwenden und natürlich auch mischen.

Literatur:

Der Hordentopf, Bezug: naturschutzjugend Bocksch, M. und Bott, 1.; Gesunde Wildkräuterküche, BLV-Verlag.

Material:

 

Küchengeräte wie Messer und diverse Gefäße, heimische

Obstsorten, Nüsse, Rosinen, große Weltkarte, Schreibzeug, großes

Blatt Papier

 

Vorbereitung:

 

Die Materialien besorgen, wobei das Obst möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau oder sogar aus eigenem Anbau kommen sollte. Breitet das große Blatt Papier aus und lasst alle Kinder aufschreiben, welche Obstsorten ihnen einfallen. Besprecht gemeinsam, woher viele Obstsorten stammen (versucht es anhand der Weltkarte zu verdeutlichen). Sprecht darüber, warum viel Obst in fernen Ländern angebaut wird (Geringe Arbeitslöhne, lasche Umweltvorschriften...). Warum ist es umweltfreundlicher, heimisches Obst zu kaufen?

 

Durchrührung:

 

Gemeinsam wird aus den heimischen Früchten ein Obstsalat zubereitet. Zwischendurch kann man ja mal einen Geschmackstest machen und auch prüfen, ob jeder alle Früchte am Geschmack erkennt.

 

Anmerkung:

 

Je nach Bedarf und Alter der Kinder kann man den ,,theoretischen Hintergrund" des Obstsalates mehr oder weniger aufgreifen. Empfehlenswert wäre es auch, eine Tabelle zu erstellen, aus der hervorgeht, zu welchen Jahreszeiten welche heimischen Obstsorten reif sind. Da es das ganze Jahr über Birnen, Äpfel usw. gibt, ist den Kindern oft schon der Bezug zu den ,,normalen Erntezeiten" verloren gegangen.

Material:

 

Topf und Kochgelegenheit,

Kochlöffel, Mais für Popcorn, 01,

evtl. Zucker, Schüsseln,

Informationen über moderne

Landwirtschaft und die Herkunft von

Mais

 

Vorbereitung:

 

Materialien besorgen und sich über die Problematik von Maisanbau in Deutschland informieren (Naturschutzverbände).

 

Durchführung:

 

Ein wenig Öl im Topf erhitzen, dann den Mais für Popcorn hinzufügen. Abwarten bis Mais aufplatzt und Popcorn entsteht. Zwischendurch darauf achten, d# nichts anbrennt. Das ganze nach Bedarf zuckern.

 

Anmerkung:

 

Sprecht gemeinsam über Mais. Wer kennt Mais von welchen Anbauflächen her ? Was war früher auf diesen Flächen wohl anzutreffen (Zerstörung von Wiesen und Weiden !)? Woher stammt Mais eigentlich? Wie wird er in den Herkunftsländern angebaut und verwertet ? Zieht gemeinsam Zuckermais und bereitet ihn zusammen zu (kochen und mit Butter und Salz servieren).